Elektroaktiviertes basisches Wasser – Interview quer-denken.tv (Asenbaum, Vogt, Akgün)
Karl Heinz Asenbaum · Kanal Aquacentrum · 51:32 · 22.11.2016
In dieser Sendung von quer-denken.tv erläutert Karl Heinz Asenbaum gemeinsam mit Michael Vogt und einem weiteren Gesprächspartner, was elektroaktiviertes, basisches Wasser ist, wie es durch Elektrolyse entsteht und welche Rolle Redoxpotenzial und gelöster Wasserstoff dabei spielen. Im Mittelpunkt stehen die technischen Grundlagen, die Geschichte der Wasserionisierer und die Frage, wie sich dieses Wasser im Alltag einsetzen lässt.
Das Wichtigste in Kürze
- Elektroaktiviertes Wasser entsteht durch Elektrolyse: Leitungswasser wird in einen basischen und einen sauren Anteil getrennt; die zugeführte elektrische Energie bleibt teilweise im Wasser gebunden.
- Asenbaum führt das negative Redoxpotenzial maßgeblich auf gelösten Wasserstoff zurück und beschreibt ihn als zentralen Faktor neben der mineralischen Zusammensetzung.
- Das Gespräch ordnet das Thema bewusst zwischen Schulmedizin und Alternativmedizin ein; gesundheitliche Aussagen werden als Diskussions- und Forschungskontext dargestellt, nicht als gesicherte Wirkung.
- Diskutiert werden zwei Forschungsfelder als Drittaussagen: das japanische Thema der „Übersäuerung" und russische Beobachtungen zum Redoxpotenzial von Leitungswasser.
- Geschichtlicher Bogen: Der Erfinder Alfons Natterer brachte ab 1931 ein entsprechendes Produkt auf den Markt, das bis 1981 in Deutschland über Apotheken vertrieben wurde; danach verlagerte sich die Entwicklung nach Russland, Japan und Korea.
- Asenbaum nennt einen praktischen Aspekt: Das Wasser schmecke „weicher" und werde gern in größerer Menge getrunken — was zur allgemeinen Empfehlung passe, ausreichend zu trinken.
- Ausblick: Geräte der Marke EOS aus Korea sowie ein angekündigtes kompaktes „Made in Germany"-Tischgerät sollen Wasserionisierer alltagstauglich und bezahlbar machen.
Technische Grundlagen: Elektrolyse, Redoxpotenzial und Wasserstoff
Asenbaum beschreibt, wie bei der Elektrolyse positiv und negativ geladene Bestandteile getrennt werden und ein Teil der zugeführten Energie im Wasser verbleibt — vergleichbar mit dem Laden einer Batterie. Als Ursache des negativen Redoxpotenzials benennt er den dabei gelösten Wasserstoff. Neben dieser elektrischen Größe sei die mineralische Zusammensetzung des Ausgangswassers wichtig. Das so behandelte stille Wasser unterscheide sich nach seiner Schilderung spürbar im Geschmack und in der Trinkbarkeit von herkömmlichem Wasser.
Er grenzt das leicht basische Trinkwasser (laut Trinkwasserverordnung im Rahmen pH 6,5 bis 9,5) klar von hochkonzentrierten Basen- und Säurekonzentraten ab, die mit Industrie-Ionisierern und zusätzlichem Salz erzeugt werden und deutlich höhere pH-Werte erreichen. Solche Konzentrate, so Asenbaum, würden von manchen Therapeuten anders eingesetzt und seien nicht mit dem alltäglichen Trinkwasser zu verwechseln. Für das tägliche Trinken sieht er weder eine Überdosierung noch eine Notwendigkeit, Mengen abzuzählen.
Geschichte, Geräte und Diskussionskontext
Ein Schwerpunkt ist die Wiederentdeckung eines in Deutschland lange verschütteten Themas: Asenbaum verweist auf den Nachlass des Erfinders Alfons Natterer und auf einen über Jahrzehnte in Deutschland verfügbaren Vertrieb, der später endete. Heute komme die Gerätetechnik vor allem aus Korea und Japan. Im Gespräch werden Pläne für ein einfaches, kompaktes Tischgerät „Made in Germany" sowie das Sortiment der Marke EOS angesprochen. Ziel sei es, Wasserionisierer für jeden Haushalt erschwinglich zu machen.
Gesundheitsbezogene Punkte werden im Beitrag ausdrücklich als Forschungs- und Diskussionsthemen dargestellt: Asenbaum erläutert die in der Alternativmedizin diskutierte Vorstellung chronischer „Übersäuerung" sowie russische Untersuchungen, die einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Redoxpotenzial von Leitungswasser und Krankheitshäufigkeiten postulieren. Er weist selbst auf Grenzen hin — etwa, dass nicht alle Schadstoffe wasserlöslich seien und eine „entgiftende" Wirkung kritisch zu betrachten sei. Diese Aussagen sind Drittaussagen der Gesprächsteilnehmer und stellen keine gesicherten medizinischen Tatsachen dar.
„Man muss beide Wege parallel gehen" — das Thema lasse sich weder rein schulmedizinisch noch rein alternativmedizinisch einordnen.
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