Interview: Tyler LeBaron & Karl Heinz Asenbaum über Wasserstoffwasser (2018)

Karl Heinz Asenbaum & Tyler LeBaron · Kanal Aquacentrum · 1:39:59 · aufgenommen 2018

Hinweis: Dieses Interview gibt Aussagen von Karl Heinz Asenbaum und Tyler LeBaron wieder. Es dient der Information, ersetzt keine ärztliche Beratung und sichert keine gesundheitlichen Wirkungen zu.

In diesem rund 100-minütigen Langform-Interview spricht Karl Heinz Asenbaum mit dem Wasserstoff-Wissenschaftler Tyler LeBaron über molekularen Wasserstoff und Wasserstoffwasser. Das Gespräch wurde 2018 aufgenommen und auf dem YouTube-Kanal Aquacentrum veröffentlicht.

Das Wichtigste in Kürze

Wer ist Tyler LeBaron?

Tyler LeBaron ist der Gründer des Molecular Hydrogen Institute, einer Organisation, die sich mit der wissenschaftlichen Erforschung von molekularem Wasserstoff (H₂) befasst. Er gilt als einer der bekannteren Referenten im Themenfeld Wasserstoff-Forschung und tritt international als Vortragender auf. Im vorliegenden Interview ist er Gesprächspartner von Karl Heinz Asenbaum, der sich seit vielen Jahren mit elektroaktiviertem Wasser und Wasserstoffwasser beschäftigt.

Wasserstoff, H⁺ und pH – die Begriffe sortiert

LeBaron räumt zu Beginn mit der verbreiteten Begriffsverwirrung auf: Molekularer Wasserstoff (H₂) ist schlicht Wasserstoffgas – zwei zusammenhängende, an nichts gebundene Wasserstoffatome und das kleinste Molekül überhaupt. Es ist dasselbe Gas, das man als Energieträger kennt. Davon zu unterscheiden ist das Wasserstoff-Ion H⁺ (ein einzelnes Proton), das den sauren Charakter und damit den pH-Wert bestimmt – „pH" steht für den negativen Logarithmus der H⁺-Konzentration. Wird H₂-Gas in Wasser eingebracht, „hydriert" es das Wasser nicht, sondern löst sich nur darin – ähnlich wie sich Salz im Wasser verteilt, ohne sich chemisch ans Wassermolekül zu binden.

Wie viel Wasserstoff passt ins Wasser? (Löslichkeit)

Bei Standardbedingungen sättigt sich Wasser bei etwa 1,6 ppm (rund 1,6 mg/l) gelöstem Wasserstoff. Das klingt wenig, doch weil ein H₂-Molekül sehr leicht ist, sind das – auf die Teilchenzahl bezogen – mehr Moleküle als etwa in 100 mg Vitamin C. Unter erhöhtem Partialdruck lässt sich die Konzentration über 1,6 ppm hinaus steigern (2, 3, 5 ppm). Da Wasserstoff das leichteste Gas ist, entweicht es relativ rasch (grobe Halbwertszeit um ~2 Stunden, je nach Bewegung und Temperatur) – LeBaron rät, Wasserstoffwasser möglichst zeitnah zu trinken.

Richtig messen: H2-Blue statt ORP

Ein zentrales Thema ist, wie man den H₂-Gehalt verlässlich misst. LeBaron erklärt, warum ein ORP-/Redox-Messgerät (Oxidations-Reduktions-Potenzial) dafür ungeeignet ist: Es zeigt nur das Verhältnis von oxidierten zu reduzierten Stoffen und hängt stark vom pH-Wert ab; ein negativer ORP-Wert kann auch von anderen – teils unerwünschten – Stoffen stammen und sagt nichts über die tatsächliche H₂-Konzentration. Belastbar sind dagegen die Redox-Titration mit H2-Blue-Tropfen (Methylenblau) oder im Labor die Gaschromatografie. Ebenso wichtig: sichtbare Bläschen, milchig-trübes Wasser oder ein „Knistern" beim Feuerzeug am Auslauf zeigen nur, dass Wasserstoff erzeugt wird – nicht, dass er im Wasser gelöst ist. Zählen tut allein der gelöste, unsichtbare Anteil.

Geräte: Elektrolyse, Wasserionisierer und PEM-Zellen

LeBaron ordnet die Gerätetypen ein: membranlose Elektrolyse-Kammern (Anode und Kathode ohne Trennung), Wasserionisierer mit Membran (sie trennen basisches Kathoden- von saurem Anodenwasser) sowie PEM-Zellen mit Protonen-Austausch-Membran, die reines Wasserstoffgas erzeugen, das anschließend ins Trinkwasser eingelöst wird. Welcher Typ „besser" ist, hängt vom konkreten Design ab – entscheidend seien die nachgemessene Konzentration sowie Praxisfragen wie Verkalkung oder mögliche Elektroden-Abnutzung. Zur Wasserwahl: mineralreiches Wasser hat Vorteile bei der Leitfähigkeit; Umkehrosmose-Wasser ist nicht „giftig", liefert nur keine Mineralien.

Forschungskontext (attributiert)

Die im Gespräch gestreiften gesundheitsbezogenen Themen – etwa Wasserstoff als selektiver „Fänger" besonders aggressiver freier Radikale (Hydroxyl-Radikal), seine mögliche Rolle als Zell-Signalmolekül (eher im Sinne einer Hormesis als eines klassischen Antioxidans), im Gespräch genannte Dosierungsgrößen oder Fragen rund um Gewicht und Fasten – gibt LeBaron ausdrücklich als jungen, „noch in den Anfängen" stehenden Forschungsstand wieder (erste Schlüsselpublikation 2007) und betont mehrfach den Bedarf an weiteren Studien am Menschen. Diese Inhalte sind als wissenschaftliche Einordnung und persönliche Einschätzung der Sprecher zu verstehen, nicht als zugesicherte gesundheitliche Wirkung. Wer die vollständige Argumentation hören möchte, sieht sich das Interview am besten direkt auf YouTube an.

Einordnung & Sprache

Das Gespräch ist sprachlich gemischt (Deutsch und Englisch) und richtet sich an ein interessiertes Publikum, das sich mit dem Themenfeld Wasserstoff und Wasserstoffwasser bereits auseinandersetzt. Mit einer Laufzeit von fast 1 Stunde 40 Minuten handelt es sich um ein ausführliches Langform-Format. Das Video wurde 2018 aufgenommen; entsprechend gibt es den Forschungs- und Diskussionsstand jener Zeit wieder.

▶ Auf YouTube ansehen (Kanal Aquacentrum)

Weiterführend