Wasserionisierer gestern, heute und morgen – Wonju, Korea 2016 (Karl Heinz Asenbaum)

Karl Heinz Asenbaum · Kanal Aquacentrum · 21:14 · 05.12.2016

Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen Vortrag von Karl Heinz Asenbaum wieder. Er dient der Information, ersetzt keine ärztliche Beratung und sichert keine gesundheitlichen Wirkungen zu.

In diesem Vortrag, gehalten Ostern 2016 in Wonju (Korea), zeichnet Karl Heinz Asenbaum die Geschichte der Wasserionisierer nach und entwirft eine Vision für deren Zukunft. Seine Kernthese: Erst die Mobilisierung – also kleine, tragbare Geräte – wird Wasserionisierern zu größerer Verbreitung verhelfen.

Das Wichtigste in Kürze

Von der pH-Ära zur Wasserstoff-Ära

Asenbaum schildert, wie sich das Verständnis von elektrolysiertem Wasser über Jahrzehnte gewandelt hat. Zunächst galt allein der pH-Unterschied zwischen Anoden- und Kathodenwasser als bedeutsam. Natterers Firma vertrieb bis in die 1980er Jahre drei Sorten Elektrolytwasser über Apotheken. In Japan entwickelte die Firma Sol in den 1950er Jahren funktionswasser für die Landwirtschaft; in den 1960ern wurde basisches Funktionswasser dort offiziell als Mittel zur Behandlung von Beschwerden des Verdauungstrakts anerkannt, während saures Wasser kosmetischen Zwecken zugeordnet wurde. Mit Bachirs Arbeiten zum ORP in den 1970er Jahren endete diese „pH-Ära". In der russischsprachigen Welt etablierte sich saures „Anolyt" als Desinfektionslösung, dessen Wirkung Asenbaum auf den Gehalt an hypochloriger Säure zurückführt.

Der entscheidende Wendepunkt war laut Vortrag die Erkenntnis, dass molekularer Wasserstoff Ursache des stark negativen ORP von basischem Elektrolytwasser ist. Da Sauerstoff als Oxidans den antioxidativen Effekt aufhebt, könne nur ein Diaphragma-Gerät den gelösten Sauerstoff zugleich entfernen. Einfache Einkammer-Geräte („Hydrogen-rich-water-Maker") oder chemische Lösungen wie der „Hayashi-Stick" mit metallischem Magnesium hätten hier ihre physikalische Grenze.

Die „Redox-Revolution" und der mobile Ionisierer

Asenbaum kritisiert, dass Wasserionisierer sich nicht etablieren lassen, wenn man sie nur zum Trinken von purem Wasser bewirbt – viele Menschen tränken nicht gerne reines Wasser. Sein Gegenentwurf: Wasserstoff-übersättigtes Wasser könne man zum Anrühren von Saftkonzentraten, Babymilch- oder Nahrungsergänzungspulvern verwenden und damit die Qualität der fertigen Getränke verbessern. Er argumentiert, dass sich so Oxidationsschäden entlang langer Transport- und Lagerketten verringern ließen. Ein zentrales Praxisproblem nennt er ebenfalls: Die kurze Relaxationszeit – schon nach rund drei Stunden sei etwa die Hälfte des gelösten Wasserstoffs entwichen und das ORP wieder Richtung Null gestiegen.

Daraus leitet er seine Vision ab: einen kleinen, mobilen Wasserionisierer mit Diaphragma, der über USB (5 Volt) lädt und in etwa einer halben Stunde Wasserstoff-übersättigtes Wasser dort herstellt, wo es gebraucht wird. Erste Prototypen habe er bereits getestet; bei mineralärmerem Wasser verkürze sich die Produktionszeit zusätzlich. Sein Werbeslogan: „recharge your life". Dieser Vortrag ist die deutsche Originalfassung; englische, spanische und koreanische Sprachvarianten desselben Vortrags wurden im selben Zeitraum auf dem Kanal Aquacentrum veröffentlicht.

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