Wasserstoff-Booster oder mobiler H2-Generator? Worauf es ankommt (Karl Heinz Asenbaum)

Karl Heinz Asenbaum · Kanal Aquacentrum · 19:02 · 01.01.2021

Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen Vortrag von Karl Heinz Asenbaum wieder. Er dient der Information, ersetzt keine ärztliche Beratung und sichert keine gesundheitlichen Wirkungen zu.

Karl Heinz Asenbaum erklärt in diesem Video, woran man einen echten Wasserstoff-Booster erkennt – und warum viele günstige „mobile H2-Generatoren" technisch ungeeignet sind. Im Mittelpunkt steht der Unterschied zwischen einer einfachen Einkammerzelle und der für Booster nötigen SPE/PEM-Zelle.

Das Wichtigste in Kürze

Warum die Zelle über die Qualität entscheidet

Asenbaum unterscheidet drei Bauformen. In der Membran-Elektrolysezelle eines klassischen Wasserionisierers werden saure und basische Bestandteile sauber getrennt. In der billigen Einkammerzelle – etwa des historischen „Arui-Hendy" und seiner Nachbauten – liegen Plus- und Minuspol eng nebeneinander, sodass Wasserstoff, Sauerstoff und Ozon sowie saure und basische Ionen in derselben „Suppe" schwimmen. Sauerstoff und Ozon wirkten oxidativ und könnten den antioxidativen Effekt des Wasserstoffs aufheben; bei Kochsalz im Wasser könne Chlorgas entstehen. Solches Wasser enthalte zwar messbar Wasserstoff, solle aber nicht getrunken werden.

Die für einen Booster nötige SPE/PEM-Zelle beschreibt er als von Brennstoffzellen bekannte Bauform: zwei Elektroden, fest mit einer protonendurchlässigen Membran verbunden, praktisch ohne Abstand. So entsteht in der Wasserkammer ausschließlich H2, während O2 und O3 nach unten in die Atmosphäre abgeleitet werden und nicht als Gegenspieler im Trinkwasser landen. Topfionisierer mit Salzzugabe seien dagegen Desinfektionsmittel-Generatoren (saures Anolyt / basisches Katolyt) und ohne Druck keine Booster.

Alternativen und ihre Grenzen

Asenbaum ordnet weitere Ansätze ein: Keramik-Flaschen mit mikroelektrolytischen Mischungen (etwa „Minerade") erreichten in seinen Tests keine Booster-Leistung – Ausnahme sei eine Konstruktion namens Aquavolta H2 Rocket, die den Keramik-Wasserstoff so nutze, dass Übersättigungswerte über 5 mg/L möglich seien. Magnesium-Tabletten erzeugten zwar mehr als 1,6 mg/L, benötigten aber einen Säureanteil (säuerlicher Beigeschmack) und kosteten im Schnitt rund 1 Euro pro Tablette. Abgefülltes Wasserstoffwasser in Dosen und Alubeuteln liefere selten über 3 mg/L, oft nicht einmal die Vollsättigung – und Asenbaum kritisiert hier deutlich den ökologischen Aufwand durch Verpackungsmüll. Abschließend gibt er Praxistipps: kleine Behältergrößen wählen (Portion in 10–15 Minuten trinkbar), Geräte mit Umkehrmodus zur Reinigung nutzen und Booster mit USB-Akku bevorzugen, die sich nicht nach wenigen Minuten automatisch abschalten.

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